Wellnesshotels

Interview mit Franz Gmachl Junior, Hotelier und Inhaber des Genussdorf Gmachl Hotel und Spa

Andrea Labonte Hoteltesterin Autor: Andrea Labonte | 27.07.26
Familie Gmachl. © Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.
Familie Gmachl. © Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.

Aristoteles bemerkte einst: „Der Mensch ist von Natur aus ein gemeinschaftssuchendes Wesen.“ Kaum ein Ort scheint diesen Gedanken so selbstverständlich zu leben wie das Genussdorf Gmachl vor den Toren Salzburgs. Seit dem 14. Jahrhundert verbinden sich hier Gastfreundschaft, Handwerk und gelebte Dorfkultur zu einem harmonischen Ganzen. Franz Gmachl Junior führt den Familienbetrieb heute in achter Generation. Für ihn ist Tradition ein kostbares Fundament, auf dem jede Generation mit Offenheit und Kreativität weiterbauen darf. So entstand ein besonderer Wohlfühlort, an dem Wirtshaus, Brauerei, Metzgerei und ein weitläufiger 5.000 qm großer DorfSPA zu einem lebendigen Dorfkosmos verschmelzen.

Im Gespräch erzählt Franz Gmachl von der Kraft des Zusammenhalts, vom Wert gewachsener Orte in einer immer schnelleren Welt und davon, warum Gäste heute nach Geschichte, Herkunft und echter Zugehörigkeit suchen. Er spricht über kulinarische Ehrlichkeit, über die entschleunigende Kraft einer guten Tasse Tee und darüber, weshalb Musik Menschen oft tiefer berührt als Worte. Ganz im Sinne Victor Hugos: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Klangreisen, Stille und bewusst gestaltete Rituale schaffen im Genussdorf Gmachl Räume, in denen Erholung fast wie von selbst entsteht und Menschen wieder bei sich ankommen.

Es geht um Optimismus als bejahende Lebenseinstellung, um Mut, Bewährtes weiterzuentwickeln, und um Begegnungen, die nachwirken. Besonders bewegt hat Franz Gmachl die Geschichte einer 95-jährigen Besucherin, die sich nach ihrem Aufenthalt mit den Worten verabschiedete, dieser Urlaub sei "der schönste Roman ihres Lebens“ gewesen. Und genau dieser Satz resümiert, worum es im Genussdorf Gmachl seit Generationen geht: Menschen Erinnerungen zu schenken, die sie ein Leben lang begleiten.

Herr Gmachl, Ihre Familie zählt zu den ältesten Gastgeberfamilien Österreichs und führt das Genussdorf Gmachl heute bereits in achter Generation. Die Geschichte Ihres Hauses reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Was bedeutet es für Sie persönlich, ein solch jahrhundertealtes Erbe weiterzutragen? Und wie gelingt es, aus so viel Tradition etwas Lebendiges, Gegenwärtiges und Zukunftsfähiges zu formen?

© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa. © Patrick Langwallner.
© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa. © Patrick Langwallner.

Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und auch mit Stolz, gemeinsam mit meiner Frau und unseren Kindern an diesem besonderen Ort das Geschichtsbuch weiterzuschreiben. Wenn man daran denkt, was in all den Jahrhunderten hier passiert ist und wie sich das Haus immer wieder verändert hat, ist das schon sehr beeindruckend.

Aus einem historischen Treffpunkt für Fuhrleute und Reisende ist über Generationen ein urbanes Dorf für Genussmenschen entstanden. Diese Entwicklung weiterführen zu dürfen, ist für mich eine schöne Aufgabe und zugleich eine große Verantwortung.

Wir versuchen, wie auch meine Eltern, neue Wege zu gehen und dabei die traditionsreiche Willkommenskultur unseres Hauses zu bewahren. Tradition bedeutet für uns nicht Stillstand. Sie ist vielmehr ein Fundament, auf dem man mutig weiterbauen darf. Unsere überlieferten und stetig weiterentwickelten Dorf-Prinzipien tragen wir heute in ein lebendiges Miteinander im Genussdorf. Das gelingt nur gemeinsam. Ein starker Zusammenhalt und der Antrieb, Neues zu gestalten, zeichnen unser Haus seit mehreren Generationen aus.

Sie sind im Genussdorf aufgewachsen, zwischen Gästen, Küche, Dorfleben und Generationenbetrieb. Inwieweit hat dieses Gastgeber-Umfeld Sie als Mensch geformt? Gab es einen Moment in Ihrem Leben, in dem Ihnen bewusst wurde, dass Sie das Lebenswerk Ihrer Eltern und Ahnen weiterführen möchten oder stand das nie zur Debatte und es war von Anfang an klar, dass Sie den Hotelbetrieb übernehmen würden?

© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.
© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.

Für mich war es immer eine Freude, in diesem Umfeld aufzuwachsen. Ich war schon als Kind gerne unter Menschen. Das hat mich sicher geprägt, vor allem deshalb, weil ich mich unter den Gästen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer wohlgefühlt habe.

Gleichzeitig konnten meine Eltern das Berufliche und Private sehr gut trennen. Sie haben sich viel Zeit für uns genommen, wir haben mit meinen Geschwistern viel unternommen, und unsere Haustür war für Freunde immer offen. Meine Kindheit spielte sich deshalb nicht nur im Hotel ab, sondern vor allem auch am Fußballplatz und mitten im Dorfleben.

Als ich später meine touristische Ausbildung begonnen habe, habe ich schnell gemerkt, wie viel Freude mir die Arbeit im Tourismus bereitet. Es war eine schöne und prägende Zeit. Der Einstieg in den Hotelbetrieb wurde mir durch die volle Unterstützung meiner Eltern, meines Großvaters und unserer langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr leicht gemacht.

Das Genussdorf war für mich immer ein Zuhause. Auch wenn ich anderswo Erfahrungen sammeln durfte, war ich immer sehr glücklich, wieder nach Bergheim zurückzukommen.

„Der Mensch ist von Natur aus ein gemeinschaftssuchendes Wesen“, schrieb einst Aristoteles. Während viele Wellnesshotels heute zunehmend in Richtung international austauschbarer Luxusästhetik gehen, versteht sich das Gmachl als ein „Dorf“: mit Wirt, Metzger, Brauer, Dorfplatz, Teegarten, Genussmachern und sozialer Interaktion. Was unterscheidet ein Genussdorf von einem klassischen Wellnesshotel? Und glauben Sie, dass Menschen heute mehr denn je nach Orten mit Geschichte, Zugehörigkeit und echtem Miteinander suchen? Und wenn ja, warum?

© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.
© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.

Das Genussdorf Gmachl steht heute für ein unkompliziertes, ehrliches Miteinander. Körper, Geist und Gaumen fühlen sich eben wohler, wenn die Atmosphäre stimmt. Künstliche Inszenierungen finden bei uns nicht statt. Es geht vielmehr um ein wertvolles Ankommen, um echte Begegnungen und um eine gute Auszeit, die nicht aufgesetzt wirkt.

Der Dorfgedanke ist für uns nicht nur ein gestalterisches Konzept. Er zeigt sich in unserer Haltung und auch in echten Handwerksbetrieben. Unsere Brauerei, unsere Metzgerei und der Wirt laufen unter der Submarke FRANZ und sind eine schöne Ergänzung zu unserem Angebot. Zusammen mit dem DorfSPA entsteht daraus ein Haus, das Wellness, Handwerk, Kulinarik und Gemeinschaft verbindet.

Ich glaube schon, dass Menschen heute sehr stark nach Orten suchen, die nicht beliebig sind. Orte mit Geschichte, mit Gesichtern, mit Herkunft und mit einem echten Gefühl von Zugehörigkeit. Gerade in einer sehr schnellen und oft anonymen Welt tut es gut, an einen Platz zu kommen, der gewachsen ist und nicht nur gestaltet wurde.

Sie nennen Ihre Mitarbeiter nicht Angestellte, sondern „Genussmacher“ und haben mit dem Genussmacher-Quartier samt Dorf-Bistro einen eigenen Raum für Ihr Team geschaffen. Was war Ihre Motivation dahinter? Was verändert sich in einem Unternehmen, wenn Menschen aktiv Atmosphäre, Freude und Lebensqualität mitgestalten dürfen?

Die Marke Genussmacher wurde bereits vor einigen Jahren entwickelt. Sie ist die Klammer für alle Menschen, die bei uns arbeiten. Sie dient der Weiterentwicklung, der Information, der internen Verbindung und auch der Darstellung nach außen. Vor allem aber wollten wir damit unsere große Wertschätzung ausdrücken.

Das Genussmacher-Quartier und die neuen Arbeitswelten waren für mich eine Herzensangelegenheit. Ich wollte die Rahmenbedingungen nicht nur verbessern, sondern auch dort Begeisterung auslösen, wo sonst oft nur funktional gedacht wird. Genau wie bei unseren Gästebereichen sollen auch unsere Genussmacher spüren, dass Qualität bei uns nicht an der Mitarbeitertür aufhört.

Die Einbindung unseres Teams war dabei sehr wertvoll. Wir haben persönliche Gespräche geführt, Umfragen gemacht und Ideen aufgenommen. So entsteht nicht nur ein schöner Raum, sondern auch ein stärkeres Miteinander.

Wir sind für unsere Genussmacher da und pflegen seit jeher ein gutes Arbeitsklima.

Der DorfSPA des Genussdorfs erstreckt sich über drei ganz unterschiedliche Ebenen: vom DachSPA mit Infinity Pool und Festungsblick über den GartenSPA mit einem 10.000 qm großen Grünbereich samt Naturbadeteich bis hin zum HangSPA mit Saunen, Gradierwerk und Ruheorten mitten in der Natur. Was war Ihre Leitidee hinter dieser außergewöhnlichen Spa-Dramaturgie? Welche Rolle spielt die Natur für Ihr persönliches Verständnis von Erholung? Und mit welchen neuen Ideen und Innovationen möchten Sie Ihre Gäste aktuell im Jahr 2026 besonders begeistern?

© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.
© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.

Der Garten hat bei uns schon immer eine zentrale Rolle gespielt. Es ist etwas Besonderes, so nahe an Salzburg in ein grünes Paradies eintauchen zu können.

Durch die Hanglage hat sich der DorfSPA über mehrere Ebenen entwickelt. Jede Ebene hat ihren eigenen Charakter. Im DachSPA stehen Ausblick, Leichtigkeit und der Blick zur Festung im Mittelpunkt. Im HangSPA entdeckt man ruhige, fast mystische Orte mit Saunen, Wasser und Natur. Im GartenSPA spürt man das Draußensein ganz unmittelbar.

Unsere Idee war es, einen Weg aus dem Alltag hinein in eine vielfältige Wellness und Wasserwelt zu schaffen. 2026 möchten wir diesen Weg noch stärker mit sinnlichen Ritualen begleiten. Besonders die instrumentale Musik bei Aufgüssen und in Ruheräumen wird weiter ausgebaut.

„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist“, schrieb Victor Hugo. Schon seit vielen Jahren arbeiten Sie mit dem Multiinstrumentalisten Armin Wenger zusammen, der im Genussdorf Klangreisen mit Instrumenten wie Handpan, Kotamo, Shruti Box, Didgeridoo oder Gouzheng gestaltet. Dabei entstehen beinahe archaische, meditative Klangräume. Warum berühren Klänge Menschen oft tiefer als Worte? Und inwieweit werden solche Erfahrungen gerade in einer reizüberfluteten Welt immer wichtiger?

Instrumentale Musik passt sehr gut zu unserem DorfSPA. Sie unterstützt Menschen auf eine besondere Weise bei der Erholung.

Klänge erreichen oft eine Ebene, die Worte nicht erklären müssen. Sie sprechen den Körper, die Atmung und die innere Ruhe an. Gerade in einer reizüberfluteten Welt wächst die Sehnsucht nach Momenten, die nichts verlangen.

Eine Klangreise darf einfach wirken. Man muss nichts leisten, nichts verstehen und nichts einordnen. Man darf loslassen. Für uns ist das ein wichtiger des Teil moderner Wellness.

Das Genussdorf Gmachl verbindet Wellness mit Kultur, Natur und Aktivität: Salzburgs Altstadt liegt nur wenige Kilometer entfernt, gleichzeitig beginnen direkt vor der Hoteltüre Radwege, Laufstrecken und es finden sich in der Nähe Ihres Hauses Seen und Berge. Welche Rolle spielt diese besondere Lage zwischen Stadt, Dorf, Kultur und Natur für das Gesamterlebnis Ihrer Gäste? Und worin sehen Sie persönlich die größten Alleinstellungsmerkmale des Gmachls?

© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.
© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.

Die Nähe zur Stadt Salzburg ist vor allem kulturell sehr wichtig für uns. Viele Gäste besuchen die Salzburger Festspiele oder das Adventsingen. Andere möchten einfach durch die Stadt schlendern und die besondere Atmosphäre genießen. Dafür eignet sich das Fahrrad perfekt, denn in wenigen Minuten ist man in der Stadt. Darüber hinaus gibt es für alle Gäste ein Ticket, mit dem alle öffentlichen Verkehrsmittel in Salzburg kostenlos genutzt werden können.

Auch für sportliches Radfahren mit Rennrad oder Mountainbike hat das Salzburger Land mit seinen Seen und Bergen sehr viel zu bieten. Das wird auch in Zukunft eines unserer Merkmale sein, das uns auszeichnet, weil immer mehr Menschen gerne mit dem Rad unterwegs sind.

Dazu kommen sehr schöne Laufstrecken in Bergheim, unser hoteleigener Tennisplatz und viele Golfplätze in der Umgebung. Bei Schlechtwetter kann man sich im Fitness- und Bewegungsraum auspowern.

Ich glaube, genau diese Mischung macht uns besonders. Salzburg vor Augen, das Dorf im Rücken, Natur rundherum und danach zurück in den DorfSPA. Man muss sich nicht zwischen Kultur, Bewegung, Ruhe und Genuss entscheiden.

Im FRANZ. DER WIRT., in der Dorfbrauerei und beim hauseigenen Metzger wird Handwerk sichtbar und schmeckbar. Hausgemacht, regional und achtsam sind bei Ihnen gelebte Dorfprinzipien. Was bedeutet kulinarische Ehrlichkeit für Sie? Und warum wird es heute immer wichtiger, zu wissen, wo Lebensmittel herkommen und wie sie entstehen?

© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.
© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.

Durch unsere Metzgerei und den Gasthof waren wir immer stark mit der Herkunft von Lebensmitteln verbunden. Regionalität und Achtsamkeit sind bei uns keine Modebegriffe, sondern in unseren Dorfprinzipien verankert.

Hausgemacht schmeckt eben hausgemacht. Man spürt, ob etwas mit Handwerk, Zeit und Bewusstsein entsteht. Mit unserer offenen Küche machen wir dieses Handwerk noch sichtbarer und man kann auch dabei zusehen wie Gutes entsteht.

Im FRANZ. DER WIRT. und beim FRANZ. DER METZGER möchten wir auch Einheimischen eine gute, moderne Wirtshausküche zu einem fairen Preis bieten. Für mich bedeutet kulinarische Ehrlichkeit, Herkunft nicht zu verstecken, Handwerk wertzuschätzen und Vertrauen zu schaffen.

Durch unsere Metzgerei und den Gasthof waren wir immer stark mit der Herkunft von Lebensmitteln verbunden. Regionalität und Achtsamkeit sind bei uns keine Modebegriffe, sondern in unseren Dorfprinzipien verankert.

Hausgemacht schmeckt eben hausgemacht. Man spürt, ob etwas mit Handwerk, Zeit und Bewusstsein entsteht. Mit unserer offenen Küche machen wir dieses Handwerk noch sichtbarer und man kann auch dabei zusehen wie Gutes entsteht.

Im FRANZ. DER WIRT. und beim FRANZ. DER METZGER möchten wir auch Einheimischen eine gute, moderne Wirtshausküche zu einem fairen Preis bieten. Für mich bedeutet kulinarische Ehrlichkeit, Herkunft nicht zu verstecken, Handwerk wertzuschätzen und Vertrauen zu schaffen.

Im neuen Teegarten wird regionale Teekultur zu einem eigenen Erlebnis: lichtdurchflutet, grün, entschleunigend. Was fasziniert Sie an Teeritualen so sehr, dass Sie einen eigenen Teegarten geschaffen haben?

© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.
© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.

Tee hat etwas sehr Beruhigendes. Es ist ein einfaches Ritual, aber gerade darin liegt seine Kraft. Wasser, Wärme, Kräuter, Duft und Zeit reichen oft aus, damit ein Moment langsamer wird.

Mit dem Teegarten wollten wir einen Ort schaffen, der zur Ruhe einlädt. Licht, Grün und natürliche Materialien schaffen eine Atmosphäre, in der man gerne verweilt.

Schön ist für uns auch der regionale Bezug. Viele Kräuter erzählen etwas von unserer Umgebung, von Natur, Jahreszeiten und Herkunft. So wird der Teegarten während des Frühstücks zu einem stillen Genussort.

Wenn Sie auf die kommenden Jahre blicken: Wohin entwickelt sich die Wellness-Reise, welche Wellness-Trends erkennen Sie heute?

Die kurze Wellnessauszeit wird immer beliebter. Viele Menschen möchten zwischendurch Energie aufladen, bewusst Abstand gewinnen und nach wenigen Tagen gestärkt zurückkehren.

Wichtig wird auch die Verbindung von Ernährung, Bewegung und Erholung. Gesund und regional zu essen, aktiv zu sein und danach bewusst zu entspannen, gehört immer stärker zusammen.

Außerdem werden individuelle Rituale wichtiger. Gäste suchen besondere Erlebnisse, die zu ihnen passen. Unsere DorfSPA Rituale, Klangreisen und neuen Behandlungsräume für Erlebnismassagen gehen genau in diese Richtung.

Nach vielen Jahren als Gastgeber: Gibt es eine Begegnung mit einem Gast oder einen Moment im Genussdorf, der Ihnen bis heute besonders nahegeht?

Es freut mich sehr, dass wir in den letzten Jahren viele neue, junge Gäste im Genussdorf begrüßen durften. Gleichzeitig sind es oft die Begegnungen über Generationen hinweg, die besonders berühren.

Vor Kurzem war eine 95-jährige Frau mit ihrer Enkelin bei uns. Am Ende ihres Aufenthalts hat sie sich unter Tränen bedankt und gesagt, dieser Urlaub sei „der schönste Roman ihres Lebens“ gewesen. Das hat mich sehr bewegt.

Solche Momente zeigen, warum wir Gastgeber sind. Es geht nicht nur um schöne Zimmer, gutes Essen oder einen besonderen SPA. Es geht um Erinnerungen, die Menschen mit nach Hause nehmen. Und wenn jemand in diesem Alter sagt, dass er wiederkommen möchte, dann ist das ein großes Geschenk.

Und ganz persönlich: Welche Lebensweisheit, welches Buch oder welche Persönlichkeit hat Sie als Mensch und Gastgeber besonders geprägt?

Am meisten geprägt haben mich meine Eltern. Jeder auf seine eigene Art. Ihr Rat, ihre Unterstützung und ihr Vertrauen waren und sind für mich sehr wichtig.

Von ihnen habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen und trotzdem mit Freude Gastgeber zu sein. Ein Betrieb ist dann stark, wenn Familie, Mitarbeitende und Gäste in einem guten Miteinander verbunden sind.

Wenn Sie einem jungen Menschen nur eine einzige Lebenslektion mitgeben dürften: Welche wäre das? Und was bedeutet für Sie persönlich Glück und Erfüllung?

© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.
© Genussdorf Gmachl Hotel & Spa.

Optimismus und Positivität sind ansteckend. Mit einer positiven Haltung und Lebenseinstellung wird nicht alles leicht, aber vieles möglich.

Glück und Erfüllung bedeuten für mich in erster Linie eine gesunde Familie. Wenn es der Familie gut geht und man gemeinsam Zeit verbringen kann, ist das sehr viel wert.

Auch im Beruf bedeutet Erfüllung für mich, gemeinsam mit anderen etwas weiterzuentwickeln. Wenn Gäste gerne kommen, Mitarbeitende gerne mitgestalten und ein Haus lebendig bleibt, dann ist das ein großes Glück.

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