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Interview: Braj Raj Singh, Yoga Lehrer, Visiting Wellness Practitioner

Andrea Labonte Hoteltesterin Autor: Andrea Labonte | 07.06.26
Braj Raj Singh, Yoga Lehrer, Visiting Wellness Practitioner. © Braj Raj Singh.
Braj Raj Singh, Yoga Lehrer, Visiting Wellness Practitioner.
© Braj Raj Singh.

Vor einigen Jahren durfte ich Braj Raj Singh während einer Acrobatic-Yoga-Session kennenlernen. Die kunstvollen Formationen, die wir gemeinsam praktizierten, schwebend irgendwo zwischen Himmel und Meer, haben bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. In dieser Begegnung habe ich nicht nur eine neue Dimension von Bewegung erlebt, sondern auch viel über Körperbeherrschung, Vertrauen und ein feines Gespür für den eigenen Körper gelernt.

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Braj Raj Singh gehört zu jenen Menschen, die Körper, Geist und Energie nicht als getrennte Welten betrachten, sondern als ein lebendiges Zusammenspiel. Seit mehr als fünfzehn Jahren reist er als Visiting Practitioner durch internationale Wellnessresorts und begleitet Gäste auf ihrem Weg zu mehr Gleichgewicht, Präsenz und innerer Ruhe.

Seine Arbeit verbindet traditionelle Yoga-Philosophie mit modernen Methoden der Körper- und Energiearbeit. In seinen Sessions kombiniert Braj Raj Singh unter anderem Haltungsarbeit, Chakren-Harmonisierung, Klangheilung, Energiearbeit und Acrobatic Yoga. Dabei geht es ihm nicht nur um körperliche Beweglichkeit, sondern um eine tiefere Form des Wohlbefindens, das Wiederentdecken der eigenen Körperintelligenz, der inneren Balance und der Verbindung zu sich selbst.

Im folgenden Gespräch erzählt Braj Raj Singh von seinem persönlichen Weg zum Yoga, von den Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen und davon, warum unser Körper oft mehr weiß, als unser Verstand zu begreifen vermag.

Erinnerst Du Dich noch an den Moment, in dem Dir klar wurde, dass Yoga Dein Lebensweg werden würde? Du bist in Indien aufgewachsen, wo Yoga tief in der Kultur verwurzelt ist. Wie haben diese frühen Einflüsse Dein Verständnis von Körper und Geist geprägt?

Braj Raj Singh, Yoga Lehrer, Visiting Wellness Practitioner. © Braj Raj Singh.
Braj Raj Singh, Yoga Lehrer, Visiting Wellness Practitioner. © Braj Raj Singh.

Ich bin in Indien aufgewachsen, umgeben von dem, was ich heute als Yoga verstehe, doch damals fühlte es sich nie wie etwas Eigenständiges oder klar Definiertes an. Singen von Mantren, das Sitzen in bestimmten Haltungen und einfache Atemübungen gehörten ganz selbstverständlich zum Alltag zu Hause und in der Schule. Diese Traditionen wurden ganz natürlich weitergegeben, ohne als „Yoga“ bezeichnet zu werden.

Erst als ich Indien verließ und begann, als Wellness-Therapeut auf den Malediven zu arbeiten, begann ich, diese gleichen Praktiken aus einer anderen Perspektive zu sehen. Dort war Yoga klar definiert, strukturiert und sehr gefragt, insbesondere bei westlichen Gästen, die sich intensiv damit beschäftigten. Dieser Kontrast weckte meine Neugier, und ich begann bewusster zu lesen, zu beobachten und mich damit auseinanderzusetzen.

Ein Wendepunkt kam, als ich meine heutige Partnerin kennenlernte. Ich sah sie regelmäßig allein Yoga praktizieren, und anfangs war meine Motivation, mich mit Yoga zu beschäftigen, schlicht der Wunsch, sie zu beeindrucken. Doch sehr schnell wurde daraus etwas viel Persönlicheres. Aus der anfänglichen Neugier wurde echtes Engagement, das mich schließlich ins indische Rishikesh führte, um dort eine formale Yogalehrerausbildung zu absolvieren. Dort begann sich alles zu verbinden. Ich verstand, nicht nur auf intellektueller Ebene, sondern durch eigene Erfahrung, dass Körper und Geist nicht voneinander getrennt sind. Was im einen geschieht, beeinflusst unmittelbar das andere. Diese Erkenntnis ist mir geblieben und hat sich über die Jahre immer weiter vertieft.

Seitdem habe ich verschiedene Formen der Praxis weiter erforscht, darunter Meditation, Pranayama (Atemarbeit) und Acrobatic-Yoga. Während Acrobatic-Yoga oft als Trend wahrgenommen wird, hat es für mich etwas viel Tiefergehendes offenbart. Es erfordert Vertrauen, Achtsamkeit und eine präzise Verbindung zwischen innerem Zustand und körperlichem Ausdruck. Es macht sichtbar, wie klar sich der Geist im Körper widerspiegelt.

Rückblickend gab es nicht den einen entscheidenden Moment, sondern vielmehr eine Reihe von Erkenntnissen, die sich nach und nach zusammengefügt haben. Was zunächst unbewusst begann, entwickelte sich schließlich zu einem bewussten und zutiefst sinnstiftenden Lebensweg.

Viele Menschen sehen Yoga heute vor allem als körperliches Training. Was ist aus Deiner Sicht der tiefere Sinn von Yoga?

Für viele Menschen beginnt Yoga über den Körper, und daran ist nichts falsch. Der Körper ist oft der einfachste Zugang. Doch wenn man lange genug praktiziert, erkennt man, dass es nie nur um Bewegung oder Flexibilität ging. Im Kern geht es beim Yoga um Verbindung. Zunächst um die Verbindung zu sich selbst: den eigenen Körper, den Atem, die Gedanken zu verstehen und zu erkennen, wie all das zusammenwirkt. Nach und nach weitet sich diese Verbindung aus. Man fühlt sich stärker mit der Umgebung verbunden, mit der Natur, mit dem Rhythmus des Lebens selbst. Man wird sich bewusster, wie man sich durch die Welt bewegt, nicht nur körperlich, sondern auch in der Art, wie man denkt, spricht und handelt.

Daraus ergibt sich ganz natürlich ein tieferer Sinn: ein bewussterer und geerdeter Mensch zu werden. Yoga ermutigt im Kern dazu, mit mehr Achtsamkeit, Ausgeglichenheit und Verantwortung zu handeln. Es geht nicht darum, etwas Äußeres zu erreichen, sondern den eigenen inneren Zustand so zu verfeinern, dass die eigene Präsenz einen positiven Einfluss auf das Umfeld hat.

Letztlich geht es im Yoga darum, ein besserer Mensch zu werden, bewusster im Denken, Handeln und im Umgang mit anderen. Der körperliche Aspekt ist nur der Einstieg; die eigentliche Praxis zeigt sich darin, wie Yoga die Art und Weise prägt, wie man lebt.

Der Philosoph Alan Watts sagte einmal: „Der Körper weiß Dinge, bevor der Geist sie versteht.“ Spiegelt dieses Zitat auch Deine Erfahrung wider, dass der Körper oft schon lange spürt, was der Verstand erst viel später begreift? Könnte man sagen, dass der Körper unserer Intuition eine Stimme verleiht? Und hat der moderne Mensch vielleicht verlernt, auf diese Signale zu hören?

Ich glaube, dass Alan Watts absolut recht hatte. Das ist nicht nur eine poetische Vorstellung, sondern eine reale Erfahrung. Der Körper nimmt oft wahr und reagiert, lange bevor der Geist erklären oder überhaupt erkennen kann, was geschieht. In der heutigen Welt gibt es eine klare Trennung zwischen Geist und Körper. Der Verstand ist oftmals dominant, analytisch und ständig beschäftigt, während der Körper häufig ignoriert oder übergangen wird. Die meisten Menschen nehmen sich keine Zeit mehr, still zu sitzen und wahrzunehmen, was sie in sich fühlen. Stattdessen besteht eine ständige Suche nach Bestätigung im Außen, als läge Klarheit oder Wahrheit irgendwo außerhalb, obwohl sie in Wirklichkeit bereits im Inneren vorhanden ist.

Die Intuition selbst kommt nicht aus dem Körper, doch der Körper wirkt als Kanal für sie. Er ist der Ort, an dem Intuition greifbar wird, durch Empfindungen, Spannungen, Leichtigkeit oder Unbehagen. Wenn man nicht auf den Körper hört, entgehen einem wichtige Signale der Intuition. Das moderne Leben, insbesondere durch den Einfluss von sozialen Medien und ständiger Reizüberflutung, hat diese Verbindung zu sich selbst bei vielen Menschen geschwächt. Die Aufmerksamkeit wird fortwährend nach außen gelenkt, sodass kaum Raum bleibt, innere Achtsamkeit zu entwickeln. Infolgedessen verlieren Menschen nicht nur die Verbindung zu ihrem Körper, sondern auch zu ihrer Intuition und verlassen sich zunehmend auf äußere Signale statt auf ihre eigene innere Führung.

Du arbeitest mit verschiedenen Methoden wie Haltungskorrektur, Chakren-Balancierung, Klangheilung und Energiearbeit. Wie greifen diese Ansätze ineinander? Und was ist für Dich der Schlüssel, um Menschen wieder mit sich selbst zu verbinden? Der römische Dichter Juvenal schrieb einst: „Mens sana in corpore sano“ – "Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper." Spiegelt dieses Zitat auch deine Erfahrung wider, dass körperliche Balance und geistiges Wohlbefinden untrennbar miteinander verbunden sind?

Ja, in einem Wort: Diese Aussage stimmt. Um ein solches Gleichgewicht zu erreichen, tragen unterschiedliche Heilmethoden jeweils ihren Teil bei.

Massagen und Körperarbeit setzen bei körperlichen Spannungen und Schmerzen an und schaffen Entlastung im Körper. Gleichzeitig wirkt sich diese körperliche Entspannung auch auf das energetische System des Menschen aus, indem energetische Blockaden im sogenannten Biofeld, oft als Aura bezeichnet, gelöst werden. Deshalb fühlen sich viele Menschen nach einer Behandlung leichter.

Darauf aufbauend richten sich Anwendungen wie das Chakra-Balancing direkt auf das energetische Feld. Man kann es als eine Art „spirituelle Massage“ für das unsichtbare Energiesystem verstehen, die dabei hilft, Balance wiederherzustellen und Blockaden zu lösen.

Es gibt viele Methoden, die zu ähnlichen Ergebnissen führen können. In letzter Zeit habe ich verstärkt Faszienlösung in meine Arbeit integriert. Es handelt sich um eine manuelle Behandlungstechnik, bei der gezielt Druck auf das Bindegewebe (Faszien) ausgeübt wird, um Spannungen zu lösen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Diese Methode wirkt auf das Nervensystem und den physischen Körper und führt gleichzeitig zu Veränderungen im energetischen Feld.

Letztlich verfolgen all diese Ansätze dasselbe Ziel: die Förderung von mentalem und körperlichem Wohlbefinden.

Nach vielen Jahren in der Wellnesswelt: Gibt es ein Erlebnis mit einem Gast oder einen Moment in Deiner Arbeit, der Dir bis heute besonders im Gedächtnis geblieben ist, weil er Dich tief berührt oder beeindruckt hat?

In den frühen Phasen meiner Laufbahn als ganzheitlicher Wellness-Therapeut haben mir viele Klienten gesagt, dass meine Berührungen heilend wirken, und mich ermutigt, eigene Behandlungen zu entwickeln. Das war der Wendepunkt, der mich aus einer festen Anstellung in einen freiberuflichen Weg als „Visiting Wellness Practitioner“ geführt hat.

Der darauffolgende Weg umfasste mehrere Jahre intensiven Studiums, in denen ich mein Verständnis für den menschlichen Körper und energetische Systeme vertieft habe.

Mit der Zeit konnte ich so ein einzigartiges Behandlungskonzept entwickeln, das individuell auf jeden Menschen abgestimmt werden kann, anstatt einen standardisierten Ansatz für alle anzuwenden.

Du arbeitest weltweit als Visiting Practitioner in Luxushotels und Wellnessresorts. Wie beeinflussen unterschiedliche Landschaften, etwa das Meer, Berge oder Wälder, Deine Arbeit und die Energie Deiner Sessions?

Braj Raj Singh, Yoga Lehrer, Visiting Wellness Practitioner. © Braj Raj Singh.
Braj Raj Singh, Yoga Lehrer, Visiting Wellness Practitioner. © Braj Raj Singh.

Die Umgebung hat einen direkten und unmittelbaren Einfluss sowohl auf die Energie der Behandlung als auch auf das gesamte Erleben des Gastes während einer Wellness-Anwendung.

An Orten wie dem Oman, hoch oben in den Wüstenbergen, ist die Landschaft kraftvoll und weitläufig. Man fühlt sich dem Himmel näher, und die Elemente Luft und Wind sind sehr präsent. Dadurch entsteht ein Gefühl von Weite und Erhabenheit, das sich auch in der Behandlung widerspiegelt. Der Körper reagiert anders, und es entsteht eine ganz eigene Energie, im wahrsten Sinne des Wortes horizonterweiternd, manchmal intensiver.

Auf den Malediven verändert sich das Erleben vollständig. Man ist von Wasser umgeben, das Element Wasser ist sozusagen omnipräsent. Schon bei der Ankunft stellt sich ein Gefühl von Leichtigkeit und Gelassenheit ein. Wenn man in einem Overwater-Spa arbeitet, mit dem Ozean unter sich und Meeresleben rundherum, wird die Energie fließend und beruhigend. Die Behandlungen selbst mögen dieselben sein wie andernorts, doch energetisch wirken sie sanfter, fließender und regenerierender.

In Waldumgebungen, etwa auf Bali oder an Orten wie Fort Barwara in Indien, ist das Erleben wiederum ganz anders. Hier ist man tief in die Natur eingebettet und verwurzelt, umgeben von Grün, Vogelstimmen. Die Klangkulisse wird selbst Teil der Behandlung, und wirkt fast wie eine Klangtherapie, die die körperliche Arbeit begleitet. Das schafft eine tief erdende und nährende Atmosphäre.

Über all diese Orte hinweg bleibt der Kern der Behandlung gleich, doch die umgebenden Elemente – Luft, Wasser, Erde und Klang – prägen, wie Körper und Geist darauf reagieren. Jede Landschaft bringt ihre eigene Energie mit, die auf natürliche Weise die Tiefe und Qualität der Wellness-Erfahrung beeinflusst.

Du reist mit Deiner Arbeit sehr viel und siehst einige der schönsten Orte der Welt. Gibt es einen Ort, zu dem Du immer wieder besonders gern zurückkehrst? Und gibt es vielleicht ein Wellnesshotel, das Dich besonders inspiriert? Wenn ja, was macht diesen Ort für Dich so besonders?

Durch meine Arbeit als Visiting Wellness Practitioner habe ich bereits zahlreiche Länder bereist, doch es gibt einige Orte, zu denen ich immer wieder ganz natürlich zurückkehre.

Die Malediven stechen als eines der passendsten Reiseziele für meine Arbeit hervor. Dort liegt ein starker Fokus auf Wellness, und auch die Umgebung unterstützt mein Wirken. Resorts wie Gili Lankanfushi Maldives, Six Senses Laamu und InterContinental Maldives Maamunagau Resort sind in Bezug auf ihr Wellnessangebot besonders gut organisiert. Sie schaffen einen Raum, in dem sowohl Therapeuten als auch Gäste sich ganz auf die Wellness-Erfahrung einlassen können.

Ein weiteres Reiseziel, zu dem ich immer wieder zurückkehre, ist Bali in Indonesien. Je nach Region entfaltet sich dort eine ganz unterschiedliche Energie. Ubud ist dem Wellness-Gedanken stark verpflichtet und tief in der Spiritualität verwurzelt, während Orte wie Uluwatu eine andere, aber ebenso kraftvolle Ausstrahlung besitzen. Diese Vielfalt macht Bali für mich zu einem Ort, der mich immer wieder inspiriert und in seinen Bann zieht.

Was Marken betrifft, schätze ich besonders jene, die sich einem klaren Wellness-Anspruch verpflichtet fühlen. Gruppen wie Six Senses, InterContinental Hotels Group, Gili Lankanfushi und Anantara Hotels Resorts & Spas zeichnen sich durch ihre Beständigkeit und die hohe Qualität der von ihnen geschaffenen Umgebungen aus.

Was diese Orte und Marken besonders macht, ist nicht nur die Lage, sondern vor allem die dahinterstehende Intention. Es gibt einen klaren Fokus auf Wohlbefinden, der es ermöglicht, dass die Arbeit tiefer geht und sowohl für den Therapeuten als auch für den Gast eine größere Bedeutung entfaltet.

In Deiner Arbeit begegnest du Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Berufen und Lebenswelten. Was haben Dich diese Begegnungen über den Menschen gelehrt? Und gibt es kulturelle oder spirituelle Hintergründe, die Menschen den Zugang zu Wohlbefinden erleichtern? Welche universelle Sehnsucht eint Deiner Meinung nach alle Menschen?

Durch meine Arbeit mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturkreisen habe ich gelernt, dass im Kern alle dasselbe suchen: ein gesundes und glückliches Leben.

Unterschiede liegen im Verständnis, wie man zu einem glücklichen und gesunden Leben gelangt. Viele Menschen beschäftigen sich mit Fragen zu Lebensstil, mentalem Gleichgewicht und Wohlbefinden, die oft durch ihren kulturellen oder religiösen Hintergrund geprägt sind. Meine Aufgabe ist es nicht nur zu begleiten, sondern auch aufmerksam zuzuhören und ihnen zu helfen, einen Weg zu finden, der sich für sie natürlich und nachhaltig anfühlt.

In einigen Teilen der Welt, insbesondere in Südostasien, ist Wohlbefinden tief in der Kultur verankert. Praktiken werden von Generation zu Generation weitergegeben, sodass Menschen mit einer natürlichen Verbindung zu innerem Gleichgewicht, Achtsamkeit und Selbstfürsorge aufwachsen. Das erleichtert ihnen den Zugang zu Wohlbefinden und dessen Aufrechterhaltung.

In westlichen Kulturen war der Ansatz traditionell ein anderer, oft stärker nach außen gerichtet und ergebnisorientiert. Doch das verändert sich. Es wächst das Bewusstsein und das Interesse an Wellness, und immer mehr Menschen suchen aktiv nach Wegen, gesünder und ausgeglichener zu leben. Ich spüre einen klaren Wandel hin zum Lernen, Erkunden und Integrieren verschiedenster Praktiken, die das eigene Wohlgefühl nachhaltig steigern.

Was alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft verbindet, ist diese grundlegende Sehnsucht, gesund, mit sich und der Umwelt im Einklang zu sein und ein Leben zu führen, das sich sinnvoll anfühlt.

Nach vielen Jahren in der internationalen Wellnesswelt: Welche Trends oder Entwicklungen siehst Du in den kommenden Jahren auf die Hotel- und Spa-Branche zukommen? Und gibt es auch Trends, die Du kritisch siehst?

Mit Blick in die Zukunft erkenne ich einen klaren Wandel hin zu mehr integrativem Wellness. Menschen suchen nicht mehr nur Entspannung, sondern gezielte Unterstützung im Umgang mit Stress, sowohl körperlich als auch mental. Das moderne Leben ist geprägt von einer ständigen Informationsflut und permanenter Präsenz digitaler Technologien, eine Kombination, die bei vielen Menschen eine neue Form der Erschöpfung entstehen lässt, die es auszugleichen gilt.

Infolgedessen wächst die Nachfrage nach Therapeuten, die die individuellen Bedürfnisse ihrer Klienten verstehen und maßgeschneiderte Behandlungen anbieten können. Gäste kommen nicht mehr nur für eine einzelne Anwendung, sondern suchen nach Orientierung, Beratung und praktischen Impulsen, die sie mit nach Hause nehmen und in ihren Alltag integrieren können.

Gleichzeitig entsteht innerhalb der Branche ein Spannungsfeld. Viele traditionelle Resort-Spas sind nach wie vor stark auf Umsatz ausgerichtet und setzen auf Volumen sowie standardisierte Behandlungen. Gäste hingegen wünschen sich zunehmend etwas Authentischeres, echte Unterstützung für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Wenn hier eine Diskrepanz zwischen Erwartung und Angebot entsteht, wird dies sehr deutlich wahrgenommen.

Entscheidend für die Zukunft der Wellnesshotellerie ist, ob es gelingt, von standardisierten Angeboten zu persönlicher, echter Betreuung zu gelangen.

Gibt es tägliche Rituale oder Praktiken, auf die Du persönlich niemals verzichtest?

Ich folge keinen sehr strikten täglichen Ritualen in einem festgelegten Ablauf. Für mich geht es bei der Praxis vielmehr darum, den ganzen Tag über eine gewisse Achtsamkeit aufrechtzuerhalten, anstatt sie auf einzelne Momente zu beschränken.

Worauf ich jedoch nicht verzichte, ist die Verbindung zu meinem Körper und meinem Atem. Ob durch einfache Bewegung, durch Stille oder indem ich einfach beobachte, wie ich mich fühle – ich versuche, mir meines inneren Zustands bewusst zu bleiben. Diese Achtsamkeit hilft mir, im Gleichgewicht zu bleiben, egal wo ich bin oder wie mein Tag verläuft.

Mit der Zeit habe ich erkannt, dass Beständigkeit nicht immer nur aus Disziplin entsteht, sondern aus dem Verständnis dafür, was Körper und Geist in diesem Moment brauchen. Das ist etwas, das ich sowohl in mein persönliches Leben als auch in meine Arbeit mit anderen Menschen einfließen lasse.

Welche Bücher, Lehrer oder Erfahrungen haben Dein Leben und deinen Weg am stärksten geprägt?

Verschiedene Einflüsse haben meinen Weg geprägt, sowohl durch direkte Erfahrungen als auch durch Lehren, die mich über die Zeit hinweg begleitet haben. Einer der grundlegenden Texte für mich war die Hatha Yoga Pradipika. Sie vermittelt ein sehr klares und geerdetes Verständnis für die Verbindung zwischen Körper, Atem und Geist und hat mir geholfen, Yoga über die rein körperliche Praxis hinaus zu verstehen.

Auch das Werk von Satyananda Saraswati war ein starker Einfluss. Sein Ansatz ist sehr systematisch und zugleich zugänglich, dabei aber tief in traditionellem Wissen verwurzelt. Er hat mir einen praktischen Rahmen gegeben, um verschiedene Aspekte der Praxis ganzheitlicher zu verstehen und anzuwenden.

Darüber hinaus haben die Lehren von Osho meine Sicht auf Bewusstsein und innere Entwicklung geprägt. Seine Art, das Leben und das Bewusstsein zu betrachten, brachte eine andere Dimension hinein, weniger strukturiert, stärker erfahrungsbasiert, und hat mich dazu angeregt, mich selbst tiefer zu hinterfragen und zu verstehen.

Neben Büchern und Lehrern waren auch meine eigenen Lebenserfahrungen von großer Bedeutung: das Reisen, die Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sowie die Beobachtung, wie Menschen auf Stress, Heilung und verschiedenste Wellness-Praktiken reagieren. All diese Elemente zusammen haben die Art und Weise geprägt, wie ich heute praktiziere und meine Arbeit weitergebe.

Wann fühlst Du Dich persönlich am meisten mit Dir selbst und mit dem Leben verbunden?

Ich fühle mich grundsätzlich immer mit mir selbst und dem Leben verbunden, am intensivsten jedoch in meinem privaten Umfeld, umgeben von den Menschen, die ich liebe.

Wenn Du einem jungen Menschen nur eine einzige Lebenslektion mitgeben dürftest, welche wäre das? Und was bedeutet für Dich persönlich ein erfülltes und glückliches Leben?

Wenn ich einen Rat geben dürfte, dann diesen: Jage nicht dem Geld hinterher, sondern folge dem, was du wirklich liebst. Wenn du auf deine innere Stimme hörst und dich mit Leidenschaft dafür einsetzt, ergibt sich vieles andere, auch finanzielle Stabilität, ganz von selbst. Es geht darum, dich selbst zu verstehen, zu erkennen, was dir echte Erfüllung schenkt, und den Mut zu haben, diesen Weg zu gehen.

Für mich bedeutet ein erfülltes und glückliches Leben, im Einklang mit sich selbst zu sein, mit einem Gefühl von Sinn zu leben und sich innerlich ruhig und angekommen zu fühlen. Es wird nicht durch äußeren Erfolg definiert, sondern durch innere Ausgeglichenheit und Klarheit. Gleichzeitig ist es etwas sehr Einfaches: von den Menschen umgeben zu sein, die ich liebe: meine Familie, meinen Partner, meine Kinder, meine Eltern, meine Geschwister und sogar meine Haustiere. Wenn ich mit ihnen zusammen bin, fühle ich mich vollständig. Dieses Gefühl von Verbundenheit und Zugehörigkeit ist es, dass meinem Leben wirklich Sinn und Glück verleiht.

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ENGLISH VERSION

Interview: Braj Raj Singh, Yoga Instructor, Visiting Wellness Practitioner

Braj Raj Singh, Yoga Teacher, Visiting Wellness Practitioner. © Braj Raj Singh.
Braj Raj Singh, Yoga Teacher, Visiting Wellness Practitioner. © Braj Raj Singh.

A few years ago, I had the opportunity to meet Braj Raj Singh during an Acrobatic Yoga session. The graceful formations we practiced together, seemingly suspended somewhere between sky and sea, left a deep impression on me. In that encounter I not only experienced a new dimension of movement, but also learned a great deal about body control, trust, and the subtle art of listening to one’s own body.

Braj Raj Singh is one of those people who do not see body, mind, and energy as separate worlds, but as a living interplay. For more than fifteen years, he has been traveling the world as a Visiting Practitioner, working in international wellness resorts and guiding guests on their journey toward greater balance, presence, and inner calm.

His work combines traditional yoga philosophy with modern approaches to body and energy therapy. In his sessions, Braj Raj Singh integrates practices such as posture alignment, chakra balancing, sound healing, energy work, and acrobatic yoga. His aim goes far beyond physical flexibility: it is about rediscovering the body’s innate intelligence, cultivating inner balance, and reconnecting with oneself.

In the following conversation, Braj Raj Singh speaks about his personal path to yoga, about encounters with people from different cultures, and about why our bodies often know far more than our minds are able to grasp.

Do you recall the moment when you realized that yoga would become your life’s path? You grew up in India, where yoga is deeply rooted in everyday culture. How did those early influences shape your understanding of body and mind?

Braj Raj Singh, Yoga Teacher, Visiting Wellness Practitioner. © Braj Raj Singh.
Braj Raj Singh, Yoga Teacher, Visiting Wellness Practitioner. © Braj Raj Singh.

I grew up in India surrounded by what I now understand to be yoga, but at the time it never felt like something separate or clearly defined. Chanting, sitting in certain postures, and simple breathing practices were just part of everyday life at home and in school. These traditions were passed on naturally, without being labelled as “yoga.”

It was only when I left India and began working as a wellness therapist in the Maldives that I started to see these same practices through a different lens. There, yoga was clearly defined, structured, and highly sought after, especially by Western guests who were deeply engaged with it. That contrast sparked my curiosity, and I began reading, observing, and exploring more consciously.

A turning point came when I met my future partner. I would see her regularly practicing yoga on her own, and at first, I was simply motivated to pursue yoga to impress her. But very quickly, it became something much more personal. That initial curiosity evolved into commitment, which eventually led me to Rishikesh to undertake formal teacher training. It was there in Rishikesh that everything began to connect. I came to understand, not just intellectually but through direct experience, that body and mind are not separate. What happens in one inevitably shapes the other. This realization stayed with me and has continued to deepen over the years.

Since then, I have continued to explore different forms of practice, including meditation, pranayama (breathwork), and acro yoga. While acro yoga is often perceived as a trend, for me it revealed something far more profound. It requires trust, awareness, and a precise connection between inner state and physical expression. It makes visible how clearly the mind is reflected through the body.

Looking back, there was no single defining moment, but rather a series of realizations that gradually aligned. What began as something unconscious eventually became a conscious and deeply meaningful path.

Many people today see yoga mainly as physical exercise. From your perspective, what is the deeper purpose of yoga?

For many people, yoga begins with the physical, and there is nothing wrong with that. The body is often the easiest entry point. But if you stay with the practice long enough, you realise it was never only about movement or flexibility. At its core, yoga is about connection. First, connection with yourself, understanding your body, your breath, your thoughts, and how they all interact. Then, gradually, it expands into something wider. You begin to feel more connected to the environment around you, to nature, to the rhythm of life itself. You become more aware of how you move through the world, not just physically, but also in how you think, speak, and act.

This naturally leads to a deeper purpose, which is becoming a more conscious and grounded human being. Yoga, in its essence, encourages you to act with more awareness, more balance, and more responsibility. It is not about achieving something external, but about refining your inner state so that your presence has a positive impact on what and who is around you.

Ultimately, yoga is about becoming a better human being – more conscious in how you think, act, and relate to others. The physical aspect is just the entry point; the real practice lies in how it shapes the way you live.

The philosopher Alan Watts once said: “The body knows things before the mind understands them.” Does this quote reflect your experience that the body often senses things long before the intellect begins to grasp them? Could one say that the body gives our intuition a voice? And has modern life perhaps caused many people to lose the ability to listen to these signals?

I believe Alan Watts was absolutely right. This is not just a poetic idea; it is a real experience. The body often perceives and responds long before the mind can explain or even recognise what is happening. In today’s world, there is a clear gap between the mind and the body. The mind has become dominant, analytical, and constantly occupied, while the body is often ignored or overridden. Most people no longer take the time to sit quietly and observe what they feel within. Instead, there is a constant search for external validation, as if clarity or truth exists somewhere outside, when in reality it is already within. Intuition itself does not come from the body, but the body acts as a conduit for it. It is the place where intuition becomes tangible – through sensation, tension, ease, or discomfort. If you are not listening to the body, you are also missing that signal. Modern life, especially with the influence of social media and constant noise, has weakened this connection for many people. Attention is pulled outward all the time, leaving very little space to develop inner awareness. As a result, people become disconnected not only from their bodies but also from their intuition, and rely more on external cues rather than their own inner guidance.

You work with various methods such as posture alignment, chakra balancing, sound healing, and energy work. How do these approaches complement each other? And what is the key, in your view, to helping people reconnect with themselves? The Roman poet Juvenal once wrote: “Mens sana in corpore sano” – "A healthy mind in a healthy body." Does this idea reflect your experience that physical balance and mental wellbeing are inseparably connected?

Yes, in one word, this statement is true. To achieve this kind of balance, different healing techniques each play a role.

Massage and bodywork address physical tension and pain, creating release in the body. At the same time, this physical release also influences the human energy system by easing energetic blocks within the biofield, often referred to as the aura. This is why many people feel lighter after bodywork.

Building on this, treatments such as chakra balancing focus directly on the energetic field. It can be seen as a form of “spiritual massage” for the invisible energy system, helping to restore balance and remove blockages.

There are many methods that can lead to similar results. More recently, I have incorporated myofascial release, which works with the nervous system and the physical body, while also translating into shifts within the energetic field.

Ultimately, all of these modalities are working towards the same goal – achieving mental and physical wellbeing.

After many years in the wellness world: Is there an encounter with a guest or a particular moment in your work that has stayed with you because it moved or inspired you deeply?

In the early stages of my career as a holistic wellness therapist, many clients told me I had a healing touch and encouraged me to develop my own treatments. That became the turning point that led me from employment into a freelance path as a visiting wellness practitioner.

The journey that followed involved several years of study, deepening my understanding of the human body and energy systems.

Over time, this allowed me to develop a unique set of treatments that can be tailored to each individual I work with, rather than applying a one-size-fits-all approach.

You work worldwide as a Visiting Practitioner in luxury wellness resorts. How do different landscapes, the ocean, mountains, or forests, influence your work and the energy of your sessions?

The environment has a very direct influence on both the energy of the treatment and the overall experience for the guest.

In places like Oman, high in the desert mountains, the landscape is powerful and expansive. You feel closer to the sky, and the air and wind elements are very present. This creates a sense of openness and elevation, which is also reflected in the treatment. The body responds differently, and there is a distinct energy – more expansive, sometimes more intense.

In the Maldives, the experience shifts completely. You are surrounded by water, and that element becomes dominant. From the moment you arrive, there is a sense of lightness and ease. When working in an overwater spa with the ocean beneath you and marine life all around, the energy becomes fluid and calming. The treatments themselves may remain the same, but energetically they feel softer, more flowing, more restorative.

In forest environments, such as Bali or places like Fort Barwara in India, the experience is again very different. Here, you are immersed in nature, surrounded by greenery, the sounds of birds, and natural movement. The soundscape itself becomes part of the treatment, almost like a subtle layer of sound therapy accompanying the physical work. It creates a deeply grounding and nurturing atmosphere.

Across all these locations, the core of the treatment does not change, but the surrounding elements – air, water, earth, and sound – shape how the body and mind respond. Each landscape brings its own energy, and that naturally influences the depth and quality of the experience.

Your work allows you to travel extensively and see some of the most beautiful places in the world. Is there a place you particularly enjoy returning to? And is there perhaps a wellness hotel that has especially inspired you? If so, what makes it so special?

Through my work as a visiting wellness practitioner, I have travelled to a number of countries, but there are a few places I naturally feel drawn to return to.

The Maldives stand out as one of the most aligned destinations for my work. There is a strong focus on wellness, and the environment itself supports it. Resorts such as Gili Lankanfushi Maldives, Six Senses Laamu, and InterContinental Maldives Maamunagau Resort are particularly well organised when it comes to wellness offerings. They create a space where both practitioners and guests can fully engage with the experience.

Another destination I return to is Bali in Indonesia. It offers a very different kind of energy depending on the area. Ubud feels deeply rooted in wellness and spirituality, while places like Uluwatu carry a different, yet still powerful, energy. This diversity makes it a place I always find inspiring.

In terms of brands, I value those that have a clear and established commitment to wellness. Groups such as Six Senses, InterContinental Hotels Group, Gili Lankanfushi, and Anantara Hotels Resorts & Spas stand out for their consistency and the quality of the environments they create.

What makes these places and brands special is not just the location, but the intention behind them. There is a genuine focus on wellbeing, which allows the work to go deeper and feel more meaningful for both the practitioner and the guest.

In your work you meet people from many different cultures, religions, professions, and walks of life. What have these encounters taught you about human nature? Are there cultural or spiritual traditions that make it easier for people to access wellbeing? And in your view, is there a universal longing that unites all people?

Working with people from so many different cultures and backgrounds, I have come to see that, at the core, everyone is seeking the same thing: a healthy and happy life.

What differs is the understanding of how to get there. Many people have questions about lifestyle, balance, and wellbeing, often shaped by their cultural or religious background. My role is not only to guide, but also to listen closely and help them find a path that feels natural and sustainable for them.

In some parts of the world, especially in Southeast Asia, wellbeing is deeply rooted in the culture. Practices are passed down from generation to generation, so people grow up with a natural connection to balance, mindfulness, and self-care. This makes it easier for them to access and maintain wellbeing.

In Western cultures, the approach has traditionally been different, often more external or result-driven. However, this is changing. There is a growing awareness and interest in wellness, and more people are actively seeking ways to live healthier and more balanced lives. There is a clear shift towards learning, exploring, and integrating these practices.

What unites everyone, regardless of where they come from, is this underlying longing to feel well, to feel at ease within themselves, and to live a life that feels meaningful.

After many years in the international wellness world: What trends or developments do you see emerging in the hotel and spa industry in the coming years? And are there trends you view critically?

Looking ahead, I see a clear shift towards more integrative wellness. People are no longer looking only for relaxation, but for deeper support in managing stress – both physical and mental. Modern life brings a constant overload of information, along with continuous exposure to technology, and this is creating a new kind of fatigue that people are trying to rebalance.

As a result, there is a growing demand for practitioners who can understand individual needs and offer more personalised treatments. Guests are not just coming for a session; they are looking for guidance, advice, and practical recommendations they can take home and apply in their daily lives.

At the same time, there is a point of tension within the industry. Many traditional resort spas are still structured primarily around revenue, focusing on volume and standardised treatments. However, guests are increasingly seeking something more genuine – real support for their health and wellbeing. When there is a mismatch between these expectations and what is delivered, it becomes very clear.

The future of wellness in hospitality will depend on how well this gap is addressed – moving from a transactional model towards a more thoughtful, personalised, and truly supportive approach.

Are there daily rituals or practices that you personally never skip?

I do not follow very strict daily rituals in a structured way. For me, the practice is more about maintaining awareness throughout the day rather than separating it into specific moments.

What I do not skip is staying connected to my body and my breath. Whether through simple movement, stillness, or just observing how I feel, I try to remain aware of my internal state. This awareness allows me to stay balanced, no matter where I am or how my day looks.

Over time, I have found that consistency does not always come from discipline alone, but from understanding what your body and mind need in that moment. That is something I carry into both my personal life and my work with others.

Which books, teachers, or life experiences have shaped your path the most?

Several influences have shaped my path, both through direct experience and through teachings that stayed with me over time. One of the foundational texts for me has been the Hatha Yoga Pradipika. It offers a very clear and grounded understanding of the connection between the body, breath, and mind, and it helped me see yoga beyond just the physical practice.

The work of Satyananda Saraswati has also been a strong influence. His approach to yoga is very systematic and accessible, yet still deeply rooted in traditional knowledge. It gave me a practical framework to understand and apply different aspects of the practice in a more integrated way.

Alongside this, the teachings of Osho have shaped my perspective on awareness and inner exploration. His way of looking at life and consciousness brought a different dimension, less structured, more experiential, and encouraged a deeper questioning and understanding of the self.

Beyond books and teachers, my own life experiences, travelling, working with people from different cultures, and observing how individuals respond to stress, healing, and balance, have been equally important. All of these elements together have shaped the way I practice and share my work today.

When do you personally feel most connected to yourself and to life?

I feel connected to myself and to life at all times, but most deeply when I am in my own private space, surrounded by the people I love.

If you could offer a young person only a single life lesson, what would it be? And what does a fulfilled and happy life mean to you personally?

If I could offer one piece of advice, it would be not to chase money, but to follow what you truly love. When you listen to your own calling and commit to it with passion, everything else, including financial stability, tends to follow naturally. It is about understanding yourself, recognising what brings you genuine fulfilment, and having the courage to pursue it.

For me, a fulfilled and happy life is about being aligned with who you are, living with a sense of purpose, and feeling at ease within yourself. It is not defined by external success, but by inner balance and clarity. At the same time, it is something very simple – it is being surrounded by the people I love: my family, my partner, my children, my parents, my siblings, and even my pets. When I am with them, I feel complete. That sense of connection and belonging is what truly gives my life meaning and happiness.

Mindful Moments – Conversations That Inspire

In our new online magazine format “Mindful Moments – Conversations That Inspire,” we speak with hoteliers, spa experts, doctors, wellness consultants, and other fascinating individuals we’ve had the pleasure of meeting during our Wellness Heaven journeys around the world over the past 20 years. What unites them all is a shared passion: the pursuit of well-being and a fulfilled life - for themselves and for others. We explore the secrets behind happiness, contentment, and personal success. We shine a light on emerging wellness trends while also honoring time-tested practices that have offered people meaning and joy for centuries. We reflect on the thoughts of great philosophers and ask about the books that have moved and inspired our guests. And of course, we take our readers along to truly special places - destinations blessed with breathtaking nature and vibrant ideas that nourish both body and soul. We hope that these encounters resonate with you as deeply as they have with us - and inspire you to shape your own life journey as uniquely, consciously, and joyfully as possible. Bon voyage and happy readings!





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