
Zusammenhalt, Fleiß und das Vertrauen, gemeinsam etwas zu schaffen, prägen Vera Seer seit ihrer Kindheit. Ihre Eltern, aufgewachsen in großen Bergbauernfamilien, in denen vieles geteilt und wenig selbstverständlich war, lehrten sie früh ein feines Gespür für Verantwortung, Verlässlichkeit und den Wert echter Begegnung. Diese Prägung ist bis heute spürbar. Im Umgang mit Gästen ebenso wie in der Führung des Hauses. Ein Satz hat sich dabei tief verankert und begleitet sie bis heute: „Macht es den Gästen schön – es ist ihre wertvolle Urlaubszeit.“
„Wald, Wiese, Wertvolles“ beschreibt das, was Gäste hier erleben. Die Natur ist omnipräsent und wirkt unmittelbar. Albert Einstein formulierte es so: „Schau tief in die Natur, dann wirst du alles besser verstehen.“ Gerade in den Bergen wird diese Wahrheit greifbar. Die Weite, die Stille und die klare Luft schaffen Raum für Gedanken und neue Perspektiven. Entscheidungen fallen hier oben mit einem gewissen Abstand leichter. Der Blick richtet sich neu aus. Plötzlich gewinnen einfache Dinge an Bedeutung.
Diese Erfahrung setzt sich im Inneren des Hauses fort. Im Gold.Stollen verdichtet sich das Gefühl des Rückzugs. Hier zieht man sich förmlich in den Berg zurück. Umgeben von Wärme, Stein und Stille entsteht ein Raum, der nichts fordert und gerade dadurch wirkt. Die Gedanken kommen zur Ruhe, der Körper lässt los, und mit jeder Minute entsteht mehr Klarheit.
Die Natur rund um DAS.GOLDBERG begleitet diesen Prozess. Sie drängt sich nicht auf, sie verlangt nichts. Und genau darin liegt ihre Kraft. Wer sich darauf einlässt, findet oft genau das, was im Alltag verloren geht. Ruhe. Energie. Ein Gefühl von innerer Gelassenheit.
Henry David Thoreau sagte: „Das wahre Ziel des Lebens ist es nicht, beschäftigt zu sein, sondern lebendig.“ Für Vera Seer bedeutet das, den Moment bewusst zu erleben, sich selbst wieder zu spüren und in einen eigenen Rhythmus zurückzufinden. Rund um DAS.GOLDBERG wird dieses Verständnis unmittelbar erfahrbar. In stillen Genussmomenten am Spiegelsee ebenso wie in intensiven Perspektivwechseln auf der Hängebrücke oder beim Flying Fox hoch über dem Tal.
Glück beschreibt Vera Seer dabei sehr klar als: Zufriedenheit mit dem eigenen Tun und Menschen an der Seite, die ehrlich sind, mit Herz arbeiten und auf die man sich verlassen kann.
Im Interview geht es auch um Fragen wie diese: Was macht einen Hotelbetrieb über Generationen hinweg erfolgreich? Wohin entwickelt sich die Wellnessreise in Zukunft? Und eine elementare Frage, die Vera Seer seit vielen Jahren umtreibt: Wie ticken Menschen wirklich? Und was brauchen sie, um sich nachhaltig wohlzufühlen?
Was mich dabei besonders berührt hat, war ihre Schilderung eines Moments der Anerkennung für ihr Wirken, leise, beinahe beiläufig erzählt. Eine Passage, die mir Gänsehaut beschert hat und auf eindrucksvolle Weise die Authentizität und das Engagement der Gastgeberfamilie Seer spürbar macht.
Frau Seer, sowohl der Vater Ihres Mannes als auch Ihr eigener Vater wuchsen in kinderreichen Familien auf, mit 15, beziehungsweise 12 Geschwistern, geprägt von starkem Zusammenhalt, Verlässlichkeit und gegenseitiger Unterstützung. Zugleich haben die Eltern Ihres Mannes und Ihre Eltern mit großer Schaffenskraft eine Bergbahn und auch erfolgreiche Hotels aufgebaut. Unter anderem auch das Ursprungs-Hotel von DAS.GOLDBERG, die Pyrkerhöhe. Welche Werte haben Sie aus diesen familiären Wurzeln mitgenommen? Und wie prägen diese bis heute Ihr persönliches Handeln sowie die Führung und Weiterentwicklung Ihres Hauses?
Sowohl mein Vater als auch der Vater meines Mannes sind in sehr großen Familien aufgewachsen – mit zwölf beziehungsweise fünfzehn Geschwistern. Beide stammen aus Bergbauernfamilien und sind unter sehr einfachen, teilweise kargen Bedingungen aufgewachsen, in einer Zeit, in der der Tourismus in den Bergtälern gerade erst begann, sich zu entwickeln.
Unsere Eltern waren zugleich sehr mutige Unternehmerpersönlichkeiten. Sie haben nicht nur Hotels aufgebaut, sondern auch Bergbahnen entwickelt – mit viel Vision, aber immer mit großer Bodenständigkeit und einer tiefen Verbundenheit zur Natur und zu den Menschen.
Auch wir selbst sind jeweils mit vier Geschwistern in Hotelbetrieben aufgewachsen. Werte wie Zusammenhalt, Fleiß, Zuversicht und das Vertrauen darauf, dass man gemeinsam etwas schaffen kann, wurden uns von klein auf mitgegeben. Der respektvolle und wertschätzende Umgang mit unseren Gästen war dabei immer selbstverständlich.
Vor allem aber wurde uns die Leidenschaft für das Gastgebersein weitergegeben. Bis heute sind alle Geschwister in der Tourismusbranche tätig – von Hotels über Ferienwohnungsvermietung bis hin zum Betrieb von Restaurants und Bars im Salzburger Land.
Diese Haltung prägt uns bis heute. Wir sehen unser Hotel nicht nur als Betrieb, sondern als ein Zuhause – für uns als Familie, für unsere Mitarbeiter und für unsere Gäste. Es ist ein Lebenswerk und ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und langfristiges Denken bestimmen viele unserer Entscheidungen.
Als Sie und Ihr Mann 1998 die damalige Pyrkerhöhe, den Vorgängerbetrieb des heutigen DAS.GOLDBERG, übernommen haben, war für Sie klar, das Haus grundlegend neu zu denken. Nach einem Jahrzehnt Planung folgten 2012 der Abriss der Pyrkerhöhe und 2013 die Eröffnung des heutigen DAS.GOLDBERG. Wie haben Sie diesen langen Weg von der Vision zur Verwirklichung erlebt? Und was braucht es aus Ihrer Sicht, um ein Hotel über viele Jahre, ja Generationen hinweg, erfolgreich zu führen? Was sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren?
Die zehn Jahre zwischen der ersten Vision und der Umsetzung waren durchaus von Stolpersteinen und Hürden geprägt. Gerade die vielen Genehmigungsverfahren haben viel Zeit, Geduld und Ausdauer erfordert. Rückblickend war diese Phase aber auch sehr wertvoll. Sie hat uns die Möglichkeit gegeben, uns selbst weiterzuentwickeln, viel zu lernen und manche Dinge neu zu überdenken. In dieser Zeit wurden Pläne angepasst, Ideen verfeinert und unsere Vision ist immer klarer geworden.
In dieser Entwicklungszeit durften wir auch viele Menschen kennenlernen, die uns mit Herz und Verstand unterstützt haben. Dafür sind wir bis heute sehr dankbar.
Als wir schließlich 2012 den Pyrkerhof abgerissen haben, war das ein emotionaler Moment, weil natürlich viel Geschichte an diesem Ort hing. Gleichzeitig war es der notwendige Schritt, um Platz für etwas Neues zu schaffen. Mit der Eröffnung von DAS.GOLDBERG im Jahr 2013 ist dann ein Haus entstanden, das unsere Vorstellungen von moderner, naturverbundener Hotellerie wirklich widerspiegelt.
Ein Hotel über viele Jahre oder sogar Generationen erfolgreich zu führen, braucht aus meiner Sicht vor allem eines: starke Menschen. Eine starke Familie, die zusammenhält, und ein starkes Team, das die gleiche Vision teilt. Menschen, die hier leben, sollen auch gerne hier arbeiten und Freude daran haben, Gastgeber zu sein.
Unsere Eltern haben immer gesagt: „Macht es den Gästen schön – es ist ihre wertvolle Urlaubszeit.“ Dieser Gedanke begleitet uns bis heute. Am Ende entscheidet oft die Stimmung im Haus darüber, ob sich Gäste wirklich wohlfühlen. Wenn Menschen mit Leidenschaft arbeiten und mit echter Herzlichkeit Gastgeber sind, spüren das die Gäste sofort.
Wellness Heaven bewertet Hotels in den Kategorien Wellness, Kulinarik, Lage, Service, Zimmer und Ausstattung. Was macht DAS.GOLDBERG in diesen Bereichen aus Ihrer Sicht so besonders? Und wodurch hebt sich Ihr „Nature’s Nest“, das Natur-Spa Ihres Hauses, von anderen Wellnesshotels der Region ab?
Ein Leitgedanke, der sich durch unser gesamtes Haus zieht, ist die tiefe Verbundenheit zur Natur. „Wald, Wiese, Wertvolles“ – dieser Gedanke begleitet uns in allen Bereichen und bildet sozusagen den roten Faden von DAS.GOLDBERG.
In der Kulinarik bedeutet das für uns, mit hochwertigen, möglichst regionalen Produkten zu arbeiten und die Vielfalt der Region auf den Teller zu bringen. Unsere Lage hoch über dem Tal, mit freiem Blick in die Bergwelt der Hohen Tauern, ist dabei natürlich ein Geschenk der Natur selbst.
Auch in den Zimmern und in der Ausstattung spielt die Natur eine zentrale Rolle. Wir arbeiten bewusst mit natürlichen Materialien wie Holz, Stein, Leinen und warmen Stoffen, die eine ruhige und authentische Atmosphäre schaffen und gleichzeitig die alpine Umgebung widerspiegeln.
Unser Spa-Bereich trägt daher auch ganz bewusst den Namen „Nature’s Nest“. Wir haben ihn liebevoll als eine Art Rückzugsort gestaltet – einen Platz zum Ankommen, Loslassen und Auftanken. Die Verwendung von Naturmaterialien schafft eine sehr heimelige Atmosphäre, gleichzeitig öffnen große Glasfronten den Blick weit hinaus in die Berglandschaft.
Besonders prägend sind dabei unsere Wasserwelten sowie der großzügige Spa-Garten mit Naturbadesee. Von vielen Bereichen aus schaut man direkt über die Wiesen und Berge hinweg. So entsteht das Gefühl, mitten in der Natur zu sein.
Ein besonderer Ort innerhalb unseres Spa-Konzeptes ist auch unser Gold.Stollen. Inspiriert von der Tradition der Region haben wir hier einen Raum für tiefe Entspannung geschaffen, in dem Natursteine, Wärme und Ruhe zusammenwirken. Die Kraft der Steine und die besondere Atmosphäre ermöglichen eine sehr intensive Form der Entspannung – fast wie ein Rückzug in den Berg selbst.
Genau diese Verbindung aus Natur, Architektur und bewusst gestalteten Rückzugsorten macht das Wellnesserlebnis im DAS.GOLDBERG so besonders.
Was bedeutet Wellness für Sie im 21. Jahrhundert? Welche Entwicklungen sehen Sie in den kommenden Jahren auf die Spa-Hotellerie zukommen?
Wellness bedeutet für mich im 21. Jahrhundert weit mehr als klassische Spa-Angebote. Es geht heute vor allem um Ganzheitlichkeit – darum, Körper, Geist und Seele wieder in Balance zu bringen. Viele Menschen leben in einem sehr schnellen, oft digitalen Alltag. Umso größer wird die Sehnsucht nach Orten, an denen man wirklich zur Ruhe kommt und neue Energie schöpfen kann.
Dabei spielt die Natur eine entscheidende Rolle. Unsere Berge, die klare Luft und die Weite der Landschaft wirken oft schon wie eine natürliche Form der Regeneration.
Im DAS.GOLDBERG versuchen wir genau diese Verbindung aus Natur und Erholung erlebbar zu machen – ob bei Yoga an besonderen Kraftplätzen, im Nature’s Nest oder im Gold.Stollen. Es geht immer darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen wieder bei sich selbst ankommen.
Ich glaube, dass sich die Spa-Hotellerie künftig noch stärker in Richtung Achtsamkeit, mentale Gesundheit und Longevity entwickeln wird. Gäste suchen nicht mehr nur kurzfristige Erholung, sondern nachhaltige Wege, um gesund, ausgeglichen und in ihrer Kraft zu bleiben.
Hotels können dabei zu echten Kraftorten werden – Orte, die nicht nur entspannen, sondern Impulse für ein bewusstes und gesundes Leben geben.
Albert Einstein wird das Zitat zugeschrieben: „Schau tief in die Natur, dann wirst du alles besser verstehen.“ DAS.GOLDBERG liegt hoch über dem Tal, eingebettet in Wiesen, Wälder und die imposante Bergwelt der Hohen Tauern. Was meinte Einstein Ihrer Ansicht nach damit, dass man alles besser versteht bei Betrachtung der Natur? Und was wünschen Sie sich, was Ihre Gäste in der Natur rund um DAS.GOLDBERG finden mögen?
Ich glaube, Einstein wollte damit ausdrücken, dass die Natur uns eine ursprüngliche Ordnung zeigt. Wenn man Zeit in der Natur verbringt, relativieren sich viele Dinge ganz automatisch. Die Berge, die Wälder, die Jahreszeiten – all das folgt einem natürlichen Rhythmus, der uns daran erinnert, dass nicht alles immer schneller und größer werden muss.
Gerade in den Bergen spürt man diese Kraft sehr deutlich. Die Weite, die Stille und die klare Luft schaffen Raum für Gedanken und oft auch für neue Perspektiven. Man beginnt, wieder auf die einfachen Dinge zu achten – einen Sonnenaufgang, das Rascheln der Bäume im Wind oder das Gefühl, nach einer Wanderung auf einer Alm zu sitzen.
Ich wünsche mir für unsere Gäste, dass sie genau das hier erleben dürfen: Momente der Ruhe, in denen sie wieder bei sich selbst ankommen. Vielleicht finden sie Klarheit für eine Entscheidung, neue Energie oder einfach nur ein Gefühl von innerer Gelassenheit.
Die Natur rund um DAS.GOLDBERG ist dafür ein wunderbarer Begleiter – sie verlangt nichts von uns, aber sie gibt sehr viel zurück, wenn man sich auf sie einlässt.
Die Heilkraft der Gasteiner Berge ist weltweit einzigartig: vom Gasteiner Heilstollen mit seiner natürlichen Radontherapie bis zu den Thermalquellen der Region. Im DAS.GOLDBERG greifen Sie diese Tradition mit dem hauseigenen Gold.Stollen neu auf. Zugleich nimmt Yoga, praktiziert an besonderen Kraftplätzen und vertieft durch Retreats, einen wichtigen Stellenwert bei Ihnen im Hotel ein. Welche Bedeutung haben natürliche Heilenergie, Bewegung und Achtsamkeit für Ihr ganzheitliches Wellnessverständnis?
Die Region Gastein hat seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung als Ort der Heilung und Regeneration. Der Heilstollen, die Thermalquellen und die Kraft der Berge sind Teil einer langen Tradition, die zeigt, wie eng Natur und Gesundheit miteinander verbunden sein können.
Mit unserem Gold.Stollen wollten wir diese Tradition auf unsere eigene Weise aufgreifen und neu interpretieren. Die Wärme, die Natursteine und die ruhige, geschützte Atmosphäre schaffen einen Raum, in dem Menschen sehr tief entspannen können – fast so, als würde man sich ein Stück weit in den Berg selbst zurückziehen.
Für unser ganzheitliches Wellnessverständnis spielen aber auch Bewegung und Achtsamkeit eine große Rolle. Yoga, bewusstes Atmen, Bewegung an der frischen Bergluft – all das hilft, wieder in einen natürlichen Rhythmus zu kommen.
Ich glaube, dass echte Regeneration entsteht, wenn Körper, Geist und Seele gleichermaßen angesprochen werden. Die Natur bietet dafür die besten Voraussetzungen. Wenn Menschen hier oben in den Bergen zur Ruhe kommen, sich bewegen, bewusst Zeit für sich nehmen und neue Energie schöpfen, dann entsteht genau diese Balance, die für uns Wellness im eigentlichen Sinn bedeutet.
Albert Einstein sagte: „Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.“ Im DAS.GOLDBERG entstehen immer wieder außergewöhnliche Erlebnisräume, vom Gold.Stollen über das Schaum-Dampfbad bis hin zum alpinen Naturbadesee mit Sandstrand und dem Infinitypool mit Skywalk. Wie entstehen solche Ideen bei Ihnen? Woher kommt Ihre Inspiration, um solch besondere Orte zu schaffen?
Inspiration holen wir uns durch Begegnungen mit Menschen, auf Reisen oder durch neue Gedanken aus Architektur, Wellness und Naturerlebnis. Für uns geht es dabei nie darum, etwas nachzumachen – vielmehr möchten wir etwas Eigenes entwickeln. Ideen dürfen bei uns reifen und begleiten uns oft über Jahre, bis der richtige Moment kommt, sie umzusetzen.
Oft beginnen neue Konzepte mit einer ganz einfachen Frage: Wie können wir einen Ort schaffen, der berührt? Einen Platz, an dem Menschen innehalten, staunen, tief durchatmen, sich erholen und neue Kraft tanken können.
Das Feedback unserer Gäste nehmen wir sehr ernst. Wir hören genau hin, was ihnen besonders gefällt, was vielleicht noch fehlt oder was sie sich wünschen – und entwickeln unser Angebot so mit viel Feingefühl weiter.
Wenn wir neue Räume planen, überlegen wir immer, wie wir sie zu etwas Besonderem machen können – zu einem Ort, der Emotionen auslöst und in Erinnerung bleibt. Viele Gäste erzählen uns, dass sie auch nach mehreren Tagen immer wieder Neues entdecken. Genau das freut uns sehr.
Für die Umsetzung braucht es kluge Köpfe und den Mut, Besonderes zu schaffen. Dieses Glück hatten wir immer wieder – besonders mit unserem Architekturbüro, das uns seit 2009 begleitet. Ideen entstehen oft spontan, reifen über längere Zeit und werden durch Eindrücke von außen ergänzt – bis schließlich aus Überzeugung etwas entsteht.
Am Ende geht es immer darum, Räume zu gestalten, in denen sich unsere Gäste mit der Natur und auch mit sich selbst verbunden fühlen können.
Sie engagieren sich seit vielen Jahren für unsere Umwelt. Welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen setzen Sie konkret im DAS.GOLDBERG um?
Nachhaltigkeit ist für uns kein einzelnes Projekt, sondern eine Grundhaltung, die sich durch alle Bereiche unseres Hauses zieht. Wir leben und arbeiten in einer einzigartigen Natur – und sehen es als unsere Verantwortung, diese auch für kommende Generationen zu bewahren. Es bedeutet für uns daher nicht Verzicht, sondern Qualität, Achtsamkeit und ein respektvoller Umgang mit dem, was uns umgibt – im Großen wie im Kleinen
Bei der Architektur und Ausstattung setzen wir bewusst auf natürliche Materialien wie Holz, Stein und hochwertige Stoffe sowie auf eine langlebige Bauweise. Energieeffizienz spielt dabei eine zentrale Rolle – sowohl in der Planung als auch im laufenden Betrieb. Einen Großteil unserer Energie gewinnen wir aus Erdwärme und Photovoltaik, wodurch wir Ressourcen schonen und nachhaltig wirtschaften können.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für uns die Regionalität. Viele unserer Lebensmittel beziehen wir aus der Region. Wir achten dabei bewusst auf saisonale Produkte und eine Küche, die im Einklang mit der Natur steht – und vermeiden dadurch lange Transportwege.
Im täglichen Arbeiten geht es oft um die vielen kleinen Entscheidungen: Müllvermeidung, sorgfältige Mülltrennung, kurze Lieferwege, ein reduzierter Einsatz von Verpackungen sowie ein achtsamer Umgang mit Wasser und Energie in allen Bereichen des Hauses.
Auch bei der Mobilität versuchen wir bewusst zu handeln. Für unsere Mitarbeiter haben wir beispielsweise einen Shuttle eingerichtet, damit nicht jeder einzeln mit dem Auto fahren muss – auch das ist ein wichtiger Beitrag zur Reduktion von Emissionen.
Gleichzeitig möchten wir auch unsere Gäste für die Natur sensibilisieren. Wer hier oben die Ruhe, die Weite und die Schönheit der Landschaft erlebt, entwickelt oft ganz automatisch ein stärkeres Bewusstsein für ihren Wert.
Henry David Thoreau soll gesagt haben: „Das wahre Ziel des Lebens ist es nicht, beschäftigt zu sein, sondern lebendig.“ Rund um DAS.GOLDBERG eröffnen sich stille wie auch intensive Erlebnisse, von ruhigen Genussmomenten am Spiegelsee bis hin zu aufregenden Perspektivwechseln auf der Hängebrücke oder beim Flying Fox hoch über dem Tal. Was bedeutet für Sie persönlich dieses „Lebendigsein“? Und wie verankern Sie diesen Anspruch im Gesamtkonzept Ihres Hauses?
Für mich bedeutet „lebendig sein“, das Leben bewusst zu spüren – nicht im ständigen beschäftigt sein, sondern im wirklichen erleben. Ich glaube, genau das meinte auch Henry David Thoreau mit seinem Satz: Es geht nicht darum, immer mehr zu tun oder ständig beschäftigt zu sein, sondern darum, die Tiefe eines Moments wahrzunehmen und wirklich im Augenblick zu sein.
Gerade in unserer heutigen Zeit, die oft von Tempo und ständiger Erreichbarkeit geprägt ist, wird dieses bewusste Erleben immer wertvoller. Lebendig sein heißt für mich auch, wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen – sich Zeit zu nehmen, innezuhalten und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.
Gleichzeitig spielt auch Aktivität eine wichtige Rolle für dieses Gefühl. Viele unserer Gäste möchten sich bewegen – sei es beim Wandern, Biken, Golfen, Yoga oder auch ganz bewusst im Fitnessraum. Diese Bewegung hilft, den Kopf freizubekommen und den Körper zu spüren.
Das Gasteinertal ist dabei mit seiner Vielfalt an Möglichkeiten einer der spannendsten und abwechslungsreichsten Orte in den Tauern. Genau diese Kombination aus Natur, Aktivität und Ruhe macht die Region so besonders.
Rund um DAS.GOLDBERG versuchen wir, diese Balance erlebbar zu machen: stille Orte für Ruhe und Rückzug, aber auch Erlebnisse, die neue Perspektiven eröffnen und ein Gefühl von Freiheit vermitteln – wie etwa auf der Hängebrücke oder beim Flying Fox über den Badgasteiner Wasserfall.
Wenn unsere Gäste nach ihrem Aufenthalt sagen, dass sie sich wieder mehr gespürt haben, neue Energie mitnehmen oder bewusster durchs Leben gehen, dann haben wir genau das erreicht, was uns wichtig ist.
Nach mehreren Jahrzehnten in der Branche: Gibt es ein Erlebnis mit einem Gast oder einen besonderen Moment in Ihrer Karriere, der Ihnen bis heute im Gedächtnis geblieben ist? Welches war die kurioseste, welches die berührendste Begegnung?
Nach so vielen Jahren könnte man tatsächlich ein ganzes Buch mit Geschichten füllen. Es gibt viele humorvolle und auch kuriose Momente. Oft sind es gerade die kleinen Missverständnisse, überraschenden Wünsche oder besonderen Ideen von Gästen, über die man im Nachhinein am meisten schmunzelt – sie machen den Alltag lebendig.
Berührend sind für mich vor allem jene Momente, wenn Gäste uns treu bleiben und immer wiederkommen – und wenn wir Teil eines besonderen Lebensabschnittes sein dürfen. Sei es eine Verlobung, eine Auszeit nach einer schwierigen Zeit oder ein ganz persönliches Fest – das ehrt uns als Gastgeber sehr. Es ist ein großes Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, und ein schönes Gefühl zu wissen, dass sich unsere Gäste bei uns geborgen fühlen.
Die berührendste Erfahrung liegt für mich jedoch ganz am Anfang von DAS.GOLDBERG.
Wir wurden zu einer Award-Verleihung eingeladen – wir seien nominiert. Ehrlich gesagt konnten wir damals mit dem Begriff noch nicht viel anfangen und hatten auch keinerlei Erwartungen. Mein Mann hat mir auf der Reise sogar immer wieder das Gefühl gegeben, wie unnötig das eigentlich sei, weil es zu Hause noch so viel zu tun gäbe.
Und dann kam dieser besondere Abend – und dieser Moment, als wir auf die Bühne gebeten wurden und plötzlich unser Goldberg-Logo erschien. Viele Hoteliers, die seit Jahren große Häuser führen, sind aufgestanden und haben applaudiert. Ich glaube, sie haben gespürt, wie überrascht und auch unvorbereitet wir selbst waren.
Was mich bis heute so bewegt, ist nicht nur die Auszeichnung selbst, sondern die Reaktion im Raum. Wir haben uns damals gar nicht als Teil dieser „großen“ Welt gesehen. Wir haben einfach unser Haus gebaut – nach unserem Gefühl, nach unseren Werten, sehr intuitiv und aus Überzeugung heraus.
Genau deshalb war dieser Moment so besonders. Es war eine Form der Anerkennung, die uns tief berührt hat – und ein so einprägendes Erlebnis, dass wir bis heute gerne daran zurückdenken und daraus Kraft schöpfen.
„Wenn du ein glückliches Leben willst, musst du es einem Ziel widmen, keinen Menschen oder Dingen.“ – Albert Einstein. Welche Ziele im Leben elektrisieren Sie? Und welche möchten Sie persönlich, vielleicht auch außerhalb des Hotelbetriebs, noch realisieren?
Ich glaube, es gibt im Leben immer kleine und große Ziele. Die kleinen Ziele sind oft jene, die uns im Alltag begleiten – den Betrieb noch stimmiger zu machen, Details zu verbessern und immer wieder fein nachzujustieren. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem man nie ganz „fertig“ ist.
Die großen Ziele entstehen eher in Etappen. Aktuell beschäftigen wir uns auch mit einem größeren Projekt, das weniger auf Bettenwachstum ausgerichtet ist, sondern vielmehr auf Qualität und Weiterentwicklung. Auch wenn sich gewisse Erweiterungen nicht ganz vermeiden lassen, steht für uns immer die inhaltliche Stimmigkeit im Vordergrund. Solche Schritte bringen natürlich große Herausforderungen mit sich. Deshalb lassen wir diese Ideen bewusst noch etwas reifen, damit sich das Projekt am Ende wirklich richtig und passend anfühlt.
Außerhalb des Hotelbetriebs gibt es natürlich auch immer wieder kleine Ideen und Ziele. Aber die müssen sich meistens etwas weiter hinten anstellen.
Welches Buch oder welche Bücher haben Sie in Ihrem Leben am stärksten inspiriert und nachhaltig geprägt?
Tatsächlich lese ich am liebsten Romane. Vielleicht auch deshalb, weil sie mich in andere Welten entführen und einen wohltuenden Ausgleich zum Alltag schaffen.
Ein Buch, das mir aber besonders in Erinnerung geblieben ist, hat einen ganz anderen Ursprung. Während meiner Ausbildungsjahre habe ich einen Vortrag des Kriminalpsychologen Thomas Müller besucht. Ein Satz von ihm ist mir bis heute geblieben: „Mich hat als kleiner Bub schon immer interessiert, wie der Mensch tickt.“
Dieser Gedanke hat mich damals sehr berührt und neugierig gemacht. Daraufhin habe ich auch sein Buch gelesen – und gerade in jungen Jahren hat mich das sehr inspiriert.
Es hat mir gezeigt, wie spannend es ist, sich mit Menschen, ihren Beweggründen und ihrem Verhalten auseinanderzusetzen. Und vielleicht begleitet mich genau dieses Interesse bis heute – sowohl in meiner Rolle als Arbeitgeberin als auch als Gastgeberin.
Wenn Sie einem Mitmenschen nur eine einzige Lebenslektion mitgeben dürften, welche wäre das? Wir alle sind auf der Suche nach Sinn und Erfüllung. Was bedeutet für Sie persönlich Glück?
Glück ist für mich Zufriedenheit – mit dem, was man tut, wer man ist und wofür man sich einsetzt.
Glück bedeutet aber auch, besondere Menschen um sich zu haben. Ich denke dabei an die vielen Menschen, die uns auf unserem Weg begleitet und dabei geholfen haben, den Traum von DAS.GOLDBERG zu verwirklichen – Berater, Banken, Handwerker, Architekten und noch viele mehr. Am Ende sind es die richtigen Begegnungen im Leben, die vieles möglich machen.
Und auch im Alltag ist es das Miteinander, das zählt – in der Familie genauso wie im Team. Es gibt nichts Schöneres, als Menschen an seiner Seite zu haben, die ehrlich sind, mit Herz arbeiten und auf die man sich verlassen kann.
Das ist für mich das größte Glück.
Mindful Moments - Gespräche die berühren
In dem neuen Format im Online Magazin von Wellness Heaven "Mindful Moments – Gespräche, die berühren“ unterhalten wir uns mit Hoteliers, Spa-Experten, Ärzten, Wellness-Consultants und anderen interessanten Persönlichkeiten, die wir während der letzten 20 Jahre auf unseren Wellness Heaven Reisen durch die Welt kennenlernen durften und die uns tief beeindruckt haben. Ihnen allen ist eines gemein: Sie sind auf der Suche nach Wohlbefinden und einem erfüllten Leben für sich und andere. Wir fragen nach Ihren Geheimnissen um Glück, Zufriedenheit und persönlichem Erfolg auf die Spur zu kommen. Außerdem stellen wir neue Trends im Wellnessbereich vor, sprechen aber auch über jahrhundertealte, bewährte Methoden für ein sinn- und freudvolles Leben. Wir diskutieren über die Gedanken großer Philosophen und fragen nach Büchern, die bewegen. Und natürlich nehmen wir Sie immer wieder mit, an ganz besondere Orte, die mit fabelhafter Natur und wachen Ideen für mehr Gesundheit und Begeisterung im Leben sorgen. Wir hoffen, dass die Begegnungen mit diesen Menschen bei Ihnen genauso nachklingen wie bei uns und Sie inspirieren, Ihre eigene Lebensreise so einmalig, selbstbestimmt und erquicklich wie möglich zu gestalten. Bon voyage!
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